FR 07.05.2021| 19:00 UHR 

DOPPELTER KLIMAWANDEL - KEINE GUTE ENTWICKLUNG!

DIGITAL!! | Saisoneröffnung, Grußworte 

Prof. Dr. Jens Dangschat, Wien

Zoom - Eröffnungsveranstaltung

07.05.2021, 19:00 bis 21:00, MESZ

https://us02web.zoom.us/j/9656556774?pwd=QlROamZSdlB5Q3A4UStEbkM5SjRHZz09

Meeting-ID: 965 655 6774

Kenncode: Bauwerk


Prof. Dr. Dangschat wird in seinem Vortrag die Prozesse, welche aktuell so viel gesellschaftlichen Stress erzeugen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt zu bröckeln droht, herausarbeiten und in ihrer sich verstärkenden Wechselwirkung analysieren. Ein Faktor dabei ist die Art, wie auf die Veränderungen des Klimas und der ökologischen Umwelt eingegangen wird. 

Politik, planende Verwaltung, Unternehmen, Wissenschaften und die Zivilgesellschaft sind ge­fordert, ihren Beitrag dafür zu leisten, dass sich die Klimata wieder verbessern. Das setzt neue Formen der Wirtschafts- und Lebensweisen, der Rolle der Wissenschaft und des politisch-planerischen Handelns voraus, die zur Diskussion gestellt werden.

Prof. Dr. Jens Dangschat studierte Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Psychologie und Sozial-und Wirtschaftsgeschichte. Nach einer Professur für Allgemeine Soziologie sowie Stadt-u. Regionalsoziologie an der Universität Hamburg, war er bis 2016 Ordentlicher Professor für Siedlungssoziologie und Demografie an der TU Wien. In der Forschung befasst er sich u.a. mit sozialräumlicher Ungleichheit, mit Handlungstheorien im Mobilitätsbereich und der Energienutzung sowie den Auswirkungen künftiger Technologien auf die (Stadt)Gesellschaft. 

Dr. Jens S. Dangschat studierte von 1971-1979 Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg. In seiner Diplomarbeit (1979) befasste er sich mit der Messung sozialer Benachteiligung in städtischen Teilgebieten über soziale Indikatoren (Note: sehr gut). Danach war er in drei größeren Forschungsprojekten als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig (Aktionsräume von Stadtbewohnern, Stadtentwicklung in West- und Osteuropäischen Hauptstädten – beides an der Universität Hamburg und Neue Haushaltstypen an der Technischen Universität Hamburg-Harburg). Im Jahr 1985 wurde er an der Universität Hamburg mit der Arbeit „Zur sozialräumlichen Analyse Warschaus. Anwendung der Sozialökologie auf eine Großstadt eines sozialistischen Landes in Osteuropa“ promoviert (cum laude). Von 1985-1991 war er Hochschul-Assistent an der Universität Hamburg. In der Zeit hat er zwei eigene DFG-Projekte zur Gentrification in Hamburg durchgeführt. 1991-1992 hatte er eine Vertretungsprofessur an der Universität Hamburg, von 1992-1998 war er C3-Professor für Allgemeine Soziologie, Stadt und Regionalsoziologie an der Universität Hamburg. Seit 2/1998 ist er Ordentlicher Professor auf der neu eingerichteten Stelle für „Siedlungssoziologie und Demographie“ und Leiter des ISRA. Seit 10/2016 ist er Emeritus.

Jens S. Dangschat ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Fachbeiräten, politischen Stiftungen, aber auch solchen der Immobilienwirtschaft und der Marktforschung, u.a. war er Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) (2009-2011), Vize-Präsident (2011-2013). Er hat ca. 20 Bücher publiziert resp. herausgegeben und ca. 300 Artikel in Zeitschriften und Readern geschrieben.


In der Lehre deckt Dr. Dangschat in der Ausbildungen für RaumplanerInnen die einführenden Vorlesungen in Allgemeiner Soziologie & Demografie (auch für ArchitektInnen), Stadt- & Regionalsoziologie sowie Methoden empirischer Sozialforschung & Methodologie ab. Darüber hinaus leitet er Seminare resp. VUs zu sozialer Ungleichheit, Segregation & Integration, Wohnen im gesellschaftlichen Wandel, Kommunikation & Beteiligung, soziale Aspekte der Raumplanung, nachhaltiger Regionalentwicklung, Grenzen des Planens, Migration.

In der Forschung beschäftigt sich Dr. Dangschat mit Fragen sozialräumlicher Ungleichheit (Segregation & Gentrification; soziale Milieus), mit Handlungstheorien vor allem im Mobilitätsbereich und der Energienutzung, mit nachhaltiger Raumentwicklung, der Konzipierung von urban living labs, mit der Auswirkung künftiger Technologien auf (Stadt-)Gesellschaft und die urban governance im Bereich der Digitalisierung und des automatisierten Fahrens.