Seit sechs Jahren ist bau_werk ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft der Stadt Oldenburg. Mit einem spannenden Vortrags- und Veranstaltungsprogramm stärkt das Oldenburger Forum für Baukultur und zukunftsfähiges Bauen die Bedeutung von Architektur und Städtebau im kulturellen und städtischen Leben und entfacht eine lebendige Diskussion zu zukunftsrelevanten Themen.
bau_werk ist damit ein vitales Forum für die breite Öffentlichkeit, das überregionale Impulse setzt und Oldenburgs Rolle als Kreativzentrum im Nordwesten stärkt.
In der bau_werk-Saison 2010 geht es um das Verhältnis von Architektur und Kunst. Galt die Architektur früher als Königin der Künste und waren die Architekten anerkannte Künstler, so muss dies wohl heute weitgehend in Zweifel gezogen werden. Ist also die Architektenarbeit durch Selbstbeschränkung und durch Unterordnung eine (kommerzielle) Dienstleistung wie andere auch geworden? Und ist der Verlust an künstlerischer Verpflichtung zur Gestaltung ein entscheidender Grund für die vielfach beklagte Misere unserer gebauten Umgebung? Gibt es Gegenwehr? In Ausstellungen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen stellen hochkarätige Referenten neue engagierte Positionsbestimmungen zu Architektur und Städtebau aus unterschiedlichen fachlichen und philosophischen Perspektiven zur Diskussion.
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Mittwoch, 9. September 2010 um 19 Uhr
Stadtgespräch Marina Hämmerle, Vorarlberger Architektur Institut:
„Architektur in Vorarlberg – die Kunst der Reduktion“
Seit mehr als vier Jahrzehnten bringt die Region zwischen
Bodensee und Alpen eine enorme Zahl an zeitgenössischen
Bauwerken hervor. Die Renaissance des Holzbaus, die Reduktion
in Material und Detail, die hohe handwerkliche Fertigung
und eine vorausschauende ökologische Haltung prägten die
viel beachtete Vorarlberger Bauschule. Im Vortrag illustrieren
Beispiele aus der Region und den verschiedenen Epochen
den Weg in eine heterogene Siedlungslandschaft, erzählen von
Bauherrenkompetenz und Selbstverständnis im Handwerk.
Sie zeichnen auf baukultureller Ebene Schwierigkeiten und
Potenziale einer virulenten, wirtschaftsgeprägten Gesellschaft
auf, deren Pragmatismus Teil des Rezeptes ist und zuweilen in
der Kunst der Reduktion mündet.
Kontakt bau_werk
Dr. Babette Gräfe
kultur + kontext
Humboldtstrasse 14
28203 Bremen
Telefon (04 21) 43 16 435
dr.b.graefe@bauwerk-oldenburg.de
